Hütten & Almen

120 Almütten, in kurzer Gehzeit erreichbar, laden zur Einkehr in eine Welt mit atemberaubenden Landschaften, majestätischen Berggipfeln, idyllischen Seen und kulinarischen Leckerbissen.

Die Alm ist ein uralter Kulturraum, der bis heute nichts an Faszination eingebüßt hat. Während die Kühe und Pferde hier oben ihre Sommerfrische genießen, geht es dem Wanderer um das ganzheitliche Glück: Weit weg vom Alltag scheinen sich die Sorgen angesichts des grandiosen Bergpanoramas und der duftenden Pinzgauer Kasnocken ins Nichts aufzulösen. Nirgendwo wird der Almsommer so urig und so traditionell begangen wie im und rund um den Nationalpark Hohe Tauern. Die Sennleute, die oft schon seit Generationen ein und dieselbe Alm bewirtschaften, halten den Geist ihrer Vorfahren lebendig. Die meiste Arbeit geschieht von Hand: Der Alltag ist schwierig und zugleich ganz einfach. Das bekommen auch Besucher und Wanderer zu spüren, die hier oben jederzeit gern gesehene Gäste sind. 

Durchschnittlich sind die Hütten von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet. Wenn Sie die genauen Öffnungszeiten zu einer bestimmten Alm in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern erfahren möchten, können Sie uns gerne kontaktieren.

Eine Auswahl an Almen präsentiert sich!

Gletscherblickalm – Krimml

Die Gletscherblick-Alm und Ihre malerische Umgebung gelten als Sinnbild perfekter Almidylle – die lila Milka-Kuh, die in Fernsehspots hier auf der Weide in Krimml zu sehen ist, machte dieses Anwesen berühmt. „Unsere Alm wurde 1995 ausgewählt, um hier den Milka-Werbespot zu drehen“, schmunzelt Erich Lerch und präsentiert dabei ein signiertes Bild vom vollbärtigen Peter Steiner, der damals als „Cool Man“ in der Schokoladenwerbung berühmt wurde. Neben zehn Milchkühen, die sich die acht Hektar große Weidefläche mit einer kleinen Schafherde und einigen Haflingern teilen, zählt die Zucht von Tiroler Steinschafen zur großen Leidenschaft von Familie Lerch. Gerne holt Erich die seltenen Tiere aus dem Stall, um sie seinen interessierten Gästen zu präsentieren.

Erreichbar ist die Alm von der Duxeralm in Hochkrimml über die Tischleralm in 1,5 Stunden oder vom Sporthotel Gerlosplatte über die Weiglalm in einer Stunde. Geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober.

Finkalm – Neukirchen

Eine Wanderung durch das Untersulzbachtal auf die Finkalm ist geradezu gespickt mit traumhaften Eindrücken. Besonders imposant ist der Ausblick auf den Kleinen und Großen Venediger. Oftmals wird einem das letzte Stück Weg zu der kleinen idyllischen Alm mit traditionellen Klängen versüßt, dann nämlich, wenn Josef Mair und seine Tochter mit der Ziehharmonika für Stimmung sorgen. Das traditionsbewusste Ehepaar genießt das Leben hier oben am Berg sichtlich in vollen Zügen. Dazu gehören natürlich auch die kulinarischen Genüsse aus der eigenen Almwirtschaft. Die Qualität von Almkäse und Speck ist weitum bekannt und lockt sowohl einheimische als auch fremde Wanderer an. Kenner von Hochprozentigem bezeichnen Josefs selbst gebrannte Schnäpse gar als „flüssiges Gold“.

Erreichbar ist die Alm von Neukirchen ab dem Ortszentrum über die Einödbrücke in 2,5 Stunden oder über Schütthof in 2 Stunden. Geöffnet von Anfang Juni bis Ende September.

Geisl-Hochalm – Bramberg

Die vielen Gäste sind sich einig: Die Bramberger Alm ist eine Stätte der Gastfreundschaft – Traumpanorama inklusive. Beim Aufstieg sieht man schon von Weitem den Großen Rettenstein im Hintergrund des wunderschönen, erst vor zwei Jahrzenten errichteten Anwesens emporwachsen. Die Familie sorgt für das leibliche Wohl der Gäste hier auf der Alm und arbeitet am Bauernhof im Tal. Auf der Speisekarte stehen sowohl kalte als auch warme Speisen. Zudem bietet die Geisl-Hochalm einen von Hüttenwirt Sepp gebauten Kneippsteig. Der sechseckige „Smaragdsteig“ befindet sich direkt unterhalb der Hütte und ist genau das Richtige für müde Füße nach einer ausgiebigen Wanderung – Alm-Wellness pur sozusagen.

Erreichbar ist die Alm von Bramberg aus über den Gasthof Geisl und die Geisl-Grundalm in 3 bis 4 Stunden oder über die Wildkogelbahn und den Rundwanderweg auf den Gipfel des Wildkogels in 1,5 Stunden. Geöffnet von Mitte Juni bis Mitte Oktober.

Senninger-Alm – Hollersbach

Nach einer ausgedehnten Tageswanderung von Mittersill über den Höhenweg oder von Bramberg über die Thüringer- und die Fürtherhütte bietet sich die geräumige Almhütte als perfekte Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit an. Hausherr Thomas, ein passionierter Jäger, sorgt dafür, dass auf der Alm stets frische Lebensmittel vorrätig sind, die seine Frau Margit zu leckeren Gerichten verarbeitet. Egal ob Wild, Beeren oder Pilze – alles stammt aus den umliegenden Wäldern. Das Angebot auf der Alm reicht letztlich vom kräftigenden Frühstück bis hin zum gschmackigen Alm-Menü. Weiters wird hier die frische Milch von den umliegenden Bauern zu Butter, Joghurt, Käse oder köstlicher Buttermilch verarbeitet. Die familiäre und herzliche Stimmung wissen nicht nur die vielen Stammgäste zu schätzen, auch Promis wie Ottmar Hitzfeld oder Toni Sailer ließen sich hier schon bewirten.

Erreichbar ist die Alm vom Parkplatz Seestube in Hollersbach über den Fahrweg oder den Bachlehrweg in 1,5 Stunden. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober.

Meilinger-Alm – Mittersill

Seit nunmehr 15 Jahren betreiben Anneliese und Vitus Hochfilzer mit viel Leidenschaft die auf 1.300 Meter liegende Gastwirtschaft. Mächtig ragt das Gesteinsmassiv direkt hinter der Meilinger-Alm Richtung Himmel, das Bergquellwasser bahnt sich auf mehreren Routen den Weg talwärts. Der Seefeld- und Tiefenbach-Graben sowie der Lämmerkar bieten einen malerischen Anblick. Nicht gerade typisch für eine Alm, gibt es bei der Familie Hochfilzer eine kleine, aber exklusive Weinkarte. Nationale und internationale Tropfen sind erhältlich und ergänzen sich natürlich hervorragend mit dem weiteren kulinarischen Angebot. Naturprodukte aus eigener Produktion dominieren bei den Zutaten. Frisches Wildbret, Schwammerl, leckere Krapfen, Schweinsbraten oder auch Hochprozentiges von Pinzgauer Schnapsbauern stehen bei den Gästen hoch im Kurs.

Erreichbar ist die Meilinger-Alm vom Schösswendklamm-Parkplatz im Felbertal aus zu Fuß in 1 Stunde. Zudem gibt es direkt vor der Hütte einen Parkplatz. Geöffnet von Mai bis Oktober.

Bürglhütte – Stuhlfelden

Die Bürglhütte bietet einen optimalen Ausgangspunkt für eine Wanderung am Grat des Gaissteins, der mit 2.366 Metern einer der höchsten Grasberge Europas ist. Eine Rundwanderung am Gaisstein offenbart ein fantastisches 360-Grad-Panorama, bei dem man den Großglockner, das Kitzsteinhorn, die Hohen Tauern und den Wilden Kaiser in Tirol in voller Pracht bewundern kann. Die Terrasse der Bürglhütte hat durchaus Hochsitz-Charakter. Denn am gegenüberliegenden Hang kann man Rehe, Gämsen und Manggei aus nächster Nähe betrachten, während Köchin Elisabeth für bodenständige kulinarische Genüsse sorgt. Die Produkte stammen freilich allesamt aus der 217 Hektar umfassenden Landwirtschaft, die zur Bürglhütte gehört. Bei den Besuchern besonders beliebt ist übrigens das „Saubrot“, ein Almbrot mit kaltem Schweinebraten.

Erreichbar ist die Alm von Stuhlfelden über den Almweg. Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober.

Hochsonnbergalm – Uttendorf

Über 200 Tiere weiden in den Sommermonaten seelenruhig auf der traumhaft gelegenen Hochsonnbergalm auf knapp 2.000 Meter Seehöhe. Die freie Sicht auf Großglockner, Wiesbachhorn, Großvenediger und viele andere „Pinzgauer Riesen“ sorgt für ein eindrucksvolles und sehr weitläufiges Panorama. Seit zwei Jahren gibt es eine offizielle Mountainbike-Strecke zur Hochsonnbergalm, der Pinzgauer Spazierweg führt direkt bei der Alm vorbei. Trotz der vielen Besucher greifen die sympathischen Hirten zur Gänze auf Naturresourcen zurück. Der Strom wird über Solarzellen generiert. Geheizt und gekocht wird mit dem Holzofen. Der Höhepunkt des Almsommers: Am ersten Juli-Wochenende findet die jährliche Bergmesse statt. Zu diesem Zweck wird die Forststraße sogar für Autos geöffnet.

Erreichbar ist die Alm von Uttendorf ab Ortszentrum über den Alpengasthof Liebenberg in 3 Stunden oder bequem mit dem Almtaxi. Geöffnet von Mai bis Oktober.

Schaunbergalm – Niedernsill

Haben Sie schon einmal freilaufende Almschweine aus nächster Nähe gesehen? Nein? Dann sollten Sie schnell Ihren Rucksack packen und die zweistündige Wanderung zur Schaunbergalm in Angriff nehmen. Auf rund 90 Hektar grasen insgesamt 60 Rinder, einige Pferde und natürlich die 14 glücklichen Ferkel. Die freilaufenden Almschweine sind eine echte Attraktion für die Gäste. So etwas sieht man nicht oft – und schon gar nicht auf einer Alm. Auch kulinarisch hat die Schaunbergalm einiges zu bieten: von der klassischen Jause bis zum Leberkäse mit Spiegelei. Alle Produkte werden am Hof produziert: ob Leberkäse, Speck, Käse, Brot oder Knödel. Ein echter Geheimtipp ist die Fruchtmolke. Da sich neben den Almschweinen auch viele Manggei rund um die Hütte tummeln, kann man mit Recht sagen: Auf der Schaunbergalm ist immer tierisch viel los.

Erreichbar ist die Alm von Niedernsill ausgehend ab dem Ortsteil Mühlbach über die Wildbachstufen in 2 Stunden. Geöffnet von Anfang Juni bis Ende September.

Unterbergalm – Piesendorf

Die Unterbergalm der Familie Schiller-Düringer ist eine der ursprünglichsten Almhütten des Nationalparks Hohe Tauern. Der aus Stein bestehende Teil der Hütte stammt aus dem Jahr 1743, der aus Holz gefertigte Teil wurde 1906 zerstört und neu aufgebaut. Die zehn Kühe des Biobetriebes liefern die Milch für selbst gemachten, im Erdkeller gereiften Käse sowie Butter und Buttermilch. Auch die anderen Produkte auf der Speisekarte sind hausgemacht: Mit Speck, Wurst, Apfelsaft und Kuchen werden die Besucher der Unterbergalm nach dem Aufstieg verköstigt. Doch nicht nur die ursprünglichen Bioprodukte, die einzigartige Lage mit Ausblick über die Pinzgauer Grasberge und das Steinerne Meer sowie die leichte Erreichbarkeit mit Auto und Kinderwagen locken Einheimische und Gäste an.

Erreichbar ist die Alm von Piesendorf ab Hummersdorf über Grundalm oder Hedlehen in 2 Stunden oder mit der Maiskogel-Seilbahn in 30 Minuten. Geöffnet von Ende Juni bis Anfang September.

Fürthermoaralm – Kaprun

Die idyllische Alm liegt zwischen den imposanten Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden. Diese sind heute eine der meistbesuchten Touristenattraktionen im Land Salzburg und haben dadurch auch den Ausschank auf der Fürthermoaralm beträchtlich gesteigert. Doch keine Angst – heute braucht man keine Staumauern mehr zu errichten, um das kulinarische Angebot auf der Alm genießen zu können. Eine Vielzahl an Speisen wird dem Gast kredenzt. Die Zutaten entstammen der eigenen Landwirtschaft. So produziert Toni Aberger etwa den Käse im Stall, während seine Ehefrau Martina täglich frisches Brot bäckt. Neben einem kleinen Almmuseum wurde mit engen Freunden und benachbarten Schafbauern eine kleine Kapelle errichtet. Ein besonderer Tipp für Alt und Jung ist auch der Kräuterlehrpfad vom Mooserboden-Stausee bis zur Fürthermoaralm.

Erreichbar ist die Alm von Kaprun aus ab Kesselfall, vorbei am Limberg-Stausee in 2,5 Stunden oder mit dem öffentlichen Bus und dem Schrägaufzug. Geöffnet von Juli bis Oktober.

Hochkaseralm – Taxenbach

Das Panorama rund um die Hochkaseralm lässt das Herz eines jeden Bergfex höherschlagen. Großglockner, Kitzsteinhorn, Hochkönig, Wiesbachhorn und Sonnblick können in aller Pracht von der Alm aus betrachtet werden. Auf rund 70 Hektar Wiese weiden 18 Kühe, ungefähr 60 Stück Jungvieh und vier Pferde. Die vielen meist einheimischen Gäste werden mit Milch, Speck, geselchtem Rindfleisch, Käse sowie Butter und Brot verköstigt. Aber auch hausgemachte Mehlspeisen wie Kuchen und Krapfen stehen auf der Speisekarte. Auf Vorbestellung kann man den Tag mit einem Almfrühstück beginnen oder mit deftigen Kasnocken oder Fleischkrapfen ausklingen lassen. Zum Wohlbefinden oder bei nicht so schönem Wetter wärmt ein Stamperl Selbstgebrannter.

Erreichbar ist die Alm von Taxenbach ab Ziegelhütte über die Gschwandtner Hochalm in 2,5 Stunden, ab Eschenau in 2 Stunden oder über Dienten in 2 Stunden. Geöffnet von Ende Mai bis Ende September.

Durchgangalm – Rauris

Man muss nicht unbedingt in tropische Regionen reisen, um eine Urwald-Wanderung zu unternehmen. Der sogenannte Rauriser Urwald versprüht den Charme purer Wildnis und ist mit 13 Informationstafeln und einem kleinen Waldmuseum auch noch informativ für Jung und Alt. Den Urwald bezwungen, führt der Weg direkt zu Hildegard Mayr und ihrer charmanten Durchgangalm. Nahezu alle kulinarischen Spezialitäten, die auf der Alm angeboten werden, sind selbst gemacht: Speck, Wurst, Rindfleisch, Frischkäse, Butter, Brot, Milch, Topfenkugerl, Schnäpse und Obstkuchen stehen hoch im Kurs. Weil die Alm ein herrliches Panorama bietet, kann man beim Jausnen auf der Sonnenterrasse den Hocharn und den Hohen Sonnblick in voller Pracht bestaunen. Ein Höhepunkt für viele Kinder sind die vielen Manggei, die man von der Durchgangalm aus beobachten kann.

Erreichbar von Rauris ab Lenzanger Parkplatz über Ammererhof in 1 Stunde, durch den Rauriser Urwald in 30 Minuten, oder von Kolm-Saigurn mit dem Shuttlebus bis zum Talschluss und dann über den Wanderweg in 30 Minuten. Geöffnet von Mitte Juni bis Oktober.

Maschl-Niederalm – Embach

Ein ganz besonderer Höhepunkt einer jeden Wanderung durch das Teufenbachtal ist eine Rast auf der Maschl-Niederalm. Die Almleute Anni und Peter Röck genießen fast täglich den Ausblick auf den prächtigen Bärenkogel und leben auf der wohl ursprünglichsten Alm der gesamten Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Die 1872 erbaute Hütte wurde nie verändert und versprüht so den ureigenen Charme echter Pinzgauer Tradition. Anni ist berühmt für ihre Krapfen, die sie jeden Donnerstag frisch zubereitet. Der leichte Aufstieg zur Alm macht es möglich, mit dem Kinderwagen oder auch mit dem Rollstuhl zur Maschl-Niederalm zu gelangen. Ein Springbrunnen, natürliche Quellen und ein Kneippbecken bietet Kindern und müden Wanderfüßen Spaß und Erfrischung.

Erreichbar ist die Alm von Embach ab Schranken Lacknerbauer über Weg Nr. 2 in 1, 5 Stunden. Geöffnet von Mitte Mai bis Oktober.

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