Gasteiner Täler

Bad Gastein

Gipfel und Übergänge

Gipfel:

  • Ankogel (3.252 m)
  • Tischlerkarkogel (3.004 m)
  • Graukogel (2.492 m)
  • Kreuzkogel (2.686 m)
  • Gamskarlspitz (2.833 m)
  • Gesselkopf (2.974 m)
  • Schareck (3.123 m)

Übergänge:

  • über Kleinelendscharte (2.663 m) – Ali-Lanti-Biwak ins Maltatal
  • über Hoher Tauern (Korntauern, 2.459 m) zum Hannoverhaus
  • über Niederer Tauern (Mallnitzer T., 2.448 m) – Hagener Hütte
  • über Palfnerscharte (2.321 m) zum Reedsee
  • über Rifflscharte (2.472 m) – Niedersachsenhaus

Vielfältige Talformen

Das Gasteinertal ist durch einen schluchtartigen Tal-Sperriegel aus harten Klammkalken vom Salzachtal (Grauwacke) getrennt. Das Kötschachtal ist ein von Gletschern geformtes Trogtal mit einem klassischen Trogschluss in der Prossau. Das Anlauftal hingegen ist ein schmales Schluchttal. Das Nassfelder Achental bildet zwischen Kesselfall und Bärenfall eine imposante Schlucht. Danach weitet es sich zum Becken des Nassfeldes, das von Gletschern ausgeschoben wurde. Der Getschertopf an der Bahnhofstraße in Bad Gastein ist Zeuge der eiszeitlichen Prägung der Täler. Ein weiterer ist am Abhang der Pyrkerhöhe zu sehen.

Gold, Silber und Radon

Das Gasteinertal ist eines der mineralienreichsten Tauerntäler: Quarz, Arsen-, Kupfer- und Magnetkies, Blei, Turmalin und vieles mehr kommt vor, auch radioaktive Minerale sowie Gold und Silber. Der Gasteiner Bergbau geht weit zurück mit der Hochblüte im 14. bis 16. Jhdt. Heute finden sich nur mehr Reste der Bauwerke wie etwa am Radhausberg. Neue Stollen im 20. Jhdt. erbrachten keine ergiebigen Erzadern. Stattdessen werden sie heute für Heilkuren mit Temperaturen bis 43°C genutzt, leichter Radioaktivität und hoher Luftfeuchtigkeit (Böcksteiner Heilstollen). Bad Gastein ist seit 1230 als Badeort urkundlich belegt.

Kulturweg Römerstraßen Korntauern und Mallnitzer Tauern

Schon in der Jungsteinzeit benutzt ist der Korntauern (Hoher Tauern) ein wichtiger historischer Übergang über den Alpenhauptkamm. In der Römerzeit wurden sogar Straßen gebaut und der Korntauern war der höchste befahrbare Pass der Alpen. Der Mallnitzer Tauern (Niederer Tauern) war wahrscheinlich eine Stichstraße in das Bergbaugebiet des Bockhart (Gold und Silber). Reste der zwei römischen Fahrstraßen von Böckstein nach Mallnitz können auf Wanderungen erkundet werden. Die genauen Routen sind in einem eigenen Büchlein beschrieben (unter „Weiterlesen“).

Gesucht: Die Urforelle

Ein besonderes Forschungsprojekt im Nationalpark Hohe Tauern widmet sich der „Urforelle”, der in unseren Gewässern heimischen (autochthone) Linie der Bachforelle. Sie ist stark gefährdet und wird wissenschaftlich begleitet nun in ausgewählten Gewässern gefischt, vermehrt und wieder ausgesetzt, unter anderem im Anlaufbach.

Fledermäuse und Hohe Tauern

4-Seen-Wanderung ins Kötschachtal

Von Bad Gastein nimmt man die Graukogelbahn, wandert durch Zirbenbestände zum Oberen (2.070 m) und Unteren Palfner See, dann nach Osten hinauf zur Palfner Scharte (Arnika, Punktierter Enzian) mit bestem Ausblick auf das Tischlerkar. Abstieg zum Windschnurrsee (2.215 m) und weiter hinunter zum Reedsee (1.824 m), der in einen urigen Fichten- Lärchen-Zirbenwald eingebettet liegt. Der weitere Abstieg führt durch Zirben-, dann Fichtenwälder steil hinab ins Kötschachtal. Dem Gletscherbach folgend wandert man bis zum Hotel „Grüner Baum“, zu Fuß mit Bus oder Taxi retour nach Bad Gastein.
Gehzeit: ca. 5 Stunden ab Bergstation Graukogelbahn bis „Grüner Baum“.

Höhlenerkundung

Am Eingang des Gasteinertales liegt in den Klammkalken des Luxkogels eine große Tropfsteinhöhle, die Entrische Kirche, die als geheime Kirche der Protestanten diente und heute ein bedeutendes Winterquartier zahlreicher Fledermäuse ist. Die Höhle kann mit Führung besucht werden. In der Klamm an der Talmündung selbst gibt es schöne Schluchtwälder mit Buche, Esche und Bergahorn.
Gehzeit: mit Auf- und Abstieg etwa 2 ½ Stunden, lange Führung (ca. 6 Stunden) nach Absprache mit der Höhlenverwaltung, Richard Erlmoser Tel. 0043 (0)664 9861347.

Auf den Korntauern - Anlauftal

Auf dem historischen Tauernübergang. Zuerst folgt man der Fahrstraße durch steile Gneiswände mit Wasserfällen den Bach entlang (Mindener Weg), der nach etwa 45 Minuten über eine Brücke nach rechts abzweigt und hinauf Richtung Korntauern führt. Am Weg der Tauernbachfall, Lärchen-Zirbenwald, schöne Karmulden, geröllbedeckte Hänge, großartiger Blick auf den Tauernsee (2.163 m). Über eine Moräne gelangt man zur Scharte – dem Korntauern oder auch Hoher Tauern. Abstieg zur Mittelstation Ankogelseilbahn oder zum Hannoverhaus. Rückfahrt mit dem Zug Mallnitz – Böckstein.
Gehzeit: ca. 4 Stunden für den Aufstieg. Variante: Wanderung zur Radeckalm (1.576 m) vom Parkplatz Anlauftal aus in ca. 2 Stunden.

Naturschauweg Nassfeld

Der familienfreundliche Rundweg zeigt auf Informationstafeln die Besonderheiten des Bereiches Bad Gasteiner Nassfeld in Bezug auf Gletscher, Moore, Feuchtgebiete, Flora und Fauna auf. Von dem ebenen gletschergeformten Becken ziehen schöne Seitentäler (Siglitz-, Nassfeldund Weißenbachtal) ab. Der Weg führt vom Parkplatz südwärts Richtung Nassfeldalm und Brandtneralm.
Gehzeit: ca. 3 Stunden.

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