Felbertal

Mittersill

Gipfel und Übergänge

Gipfel:

  • Zwölferkogel (2.446 m)
  • Landeggkopf (2.900 m)
  • Teufelspitze (2.848 m )
  • Hörndl (2.852 m)
  • Hochgasser (2.922 m)
  • Tauernkogel (2.988 m)
  • Hoher Herd (2.824 m)
  • Pihapper (2.513 m)

Übergänge:

  • über den Alten Tauern (2.493 m) nach Osttirol
  • über den Felbertauern (2.481 m) - St. Pöltner Hütte zum Matreier Tauernhaus

Bergseen und Gebirgsbäche

Der Nationalpark Hohe Tauern birgt mehr als 550 Seen. Viele davon liegen im Gebiet des Felbertales. Der Hintersee ist ein relativ junger See und entstand erst 1495 nach einem großen Bergsturz vom Hohen Herd. Er ist seit 1933 Salzburger Naturdenkmal. Der Plattachsee, der Langsee und der Tauern-(Ober)see liegen in einem glazial überformten Hochtrog nordwestlich im Felbertal. Der Amertaler See, außerhalb des Nationalparks, mit seinen abgeschliffenen Rundhöckern am Nordufer ist überstaut und wird für die Kraftwerke im Stubachtal genutzt. Daneben finden wir viele natürliche Bäche mit Flachstrecken und Wasserfällen. Sie führen unterschiedlich viel Wasser, je nach Tages- und Jahreszeit. Im hinteren Felbertal stürzen bei Schneeschmelze und nach Regenfällen zahlreiche Bäche über die Felsen des Geißkopfes. Vom Geißstein herab fällt über 80  Meter der Schleierfall in das Hochtal am Hintersee. Der Felberbach und auch der Ammerbach sind größtenteils Schmelzwasserbäche, die aus Schneekaren, teilweise auch aus Quellgebieten kommen. Sie sind in ihrer Klarheit deutlich von den westlichen Tauernbächen zu unterscheiden, die eine für Gletscherbäche typische milchig-trübe Farbe aufweisen. Der Pembachwasserfall liegt nördlich des Tauernhauses Schösswend (heute nur mehr Alm) und ist von typischem Schluchtwald gesäumt. Beliebtes Ausflugsziel ist auch die nahe Schösswendklamm, durch die sich der Felberbach seit 12.000 Jahren seinen Weg bahnt.

Lebendige Almen

Die Almwirtschaft ist im Felbertal von großer Bedeutung. Mitte Juni / Anfang Juli werden Weidetiere aufgetrieben - zunächst Schafe und Ziegen, anschließend Jungvieh und Kühe. Schafe weiden frei in den höheren Bereichen. Die „Pinzgauer Geiß“ ist eine ursprüngliche Haustierrasse. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Ziegenmilch immer begehrter wird. Die Böcke können bis zu 100 kg schwer werden. Weitere heimische Nutztierrassen sind das Pinzgauer Rind, das Norikerpferd und der Haflinger.

Tauern - ein historischer Übergang

Der Felbertauern war lange Zeit ein wichtiger Transportweg für Güter vom Norden in den Süden und umgekehrt. Salz und Metalle wurden gegen Wein, Gewürze, Samt und Seide getauscht. Die Tauernhäuser (Schösswend, Spital und Matrei) mussten Reisenden und Händlern Schutz bieten. Dafür bekamen sie vom Salzburger Erzbischof Getreide. Durch die Verkehrserschließung der Tauern kam der Saumhandel zum Erliegen. Seit 1967 führt die Felbertauernstraße durch das Amertal in kurzer Zeit in den Süden. Das Tauernhaus Spital ist noch mit seiner ursprünglichen Einrichtung erhalten und äußerst sehenswert.

 

 

Wo das Wasser rauscht - Schösswendklamm

Der Pembach-Wasserfall liegt am Eingang zum inneren Felbertal, gleich nach der ersten Abzweigung. Er ist 25 Meter hoch und führt besonders nach starken Regenfällen viel Wasser. Da er über harten Grünschiefer fließt, kann sich das Wasser nicht eintiefen. Ganz in der Nähe allerdings hat sich der Felberbach durch das harte Gestein gezwängt. Hier in der Schösswendklamm finden wir sehenswerte Erosionsformen, Kolke und kleine Wasserfälle. Die Klamm ist gut erschlossen, besonders interessant auch im Herbst bei wenig Wasser, da man dann die Ausformungen im Gestein gut sieht.
Gehzeit: in 2-3 Minuten von der Straße erreichbar.

Auf leichten Wegen - Lehrweg Hintersee

Der eindrucksvolle Lehrweg führt an die Nordseite des Sees und auf eine Anhöhe mit Blick auf den See und die Felswände. Pulttafeln informieren und öffnen die Augen für die Natur des Sees und seiner Umgebung. Ein Wildbeobachtungsturm animiert zur Beobachtung der alpinen Tierwelt. An den westlichen Felswänden befinden sich häufig Gämsen, aber auch Alpenmauerläufer. Rotwild, Bergpieper, Ringdrossel, Bach- und Gebirgsstelzen können mit Glück in der Nähe beobachtet werden. Murmeltiere, Steinadler und andere typische Hochgebirgstiere zeigen sich oft bei Wanderungen im Gebiet. Die Vogelwelt des Bergwaldes ist auf einer Tafel des Lehrweges Hintersee beschrieben wie auch die Lebensgemeinschaft im Hintersee.
Gehzeit: Rundweg ca. 1 Stunde.

Auf alten Pfaden - Saumweg über den Felbertauern

Pilger und Bergsteiger gehen heute auf den alten Pfaden der Säumer vom Hintersee zur St. Pöltner Hütte (2.481 m). Von hier ist ein Abstieg in 2 – 3 Stunden, je nach Route, zum Matreier Tauernhaus möglich. Der Weg führt zuerst den Felberbach entlang, über Serpentinen hinauf in das Nassfeld – ein Kar mit Bachmäandern und anmoorigen Stellen, weiter zum Plattachsee und über alpine Rasen mit Krummsegge und Zwergprimel, durch Schutt- und Felsvegetation (Roter Steinbrech) schließlich zur Hütte. Für Alpinisten sind schöne Touren von der Hütte aus möglich (Hochgasser, Messelingkogel, Tauernkogel u.a.).
Gehzeit: bis St. Pöltner Hütte ca. 3 ½ Stunden.

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