Bartgeier

Mit bis zu 2,9 m Flügelspannweite zählt der Bartgeier zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Im Flug ergeben die oft hängenden Flügel und der hängende Schwanz gemeinsam mit dem abwärts gerichteten Kopf das typische Erscheinungsbild dieses Greifvogels. Ausgewachsene Bartgeier haben ein kontrastreiches Körpergefieder. Die Oberseite ist grauschwarz. Kopf, Hals und die Körperunterseite sind weiß bis rostrot. Die Rotfärbung kommt durch das Bad in eisenoxidhaltigem Schlamm zustande. Namensgebend für diesen Geier sind die auffälligen borstenartigen schwarzen Federn, die dem Bartgeier über den Schnabel hängen.

Bartgeierpaare brüten in Felsnischen. Der Aktionsraum eines Paares umfasst zwischen 100 km² und 750 km2, die es in ausdauernden Gleitflügen nach Nahrung absucht. Innerhalb dieses Gebietes besitzt das Brutpaar aber auch ein festes Territorium, das es gegen Eindringlinge verteidigt. Der Bartgeier lebt von Aas und verwertet auch das, was von anderen Tieren von Kadavern übrig gelassen wird. Ein Großteil seiner Nahrung (bis zu 90%) besteht nämlich aus Knochen, die er dank seines besonders sauren Magensaftes vollständig verdauen kann. Um schlundgerechte Stücke zu erhalten, lassen Bartgeier zu große Knochen aus der Höhe auf Felsen fallen.

Nachdem der Bartgeier um 1900 in den Hohen Tauern ausgerottet worden war, wird er seit 1986 durch ein internationales Projekt wieder angesiedelt. Heute ist er wieder regelmäßig zu beobachten und es kam bereits zu ersten Brutversuchen.

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