Nationalpark Ranger Grundkurs in den Hohen Tauern

03/28/2017 created by Nationalpark Hohe Tauern

Rössler: österreichweit einheitliches und zertifiziertes Ausbildungssystem hat sich sehr bewährt

Mit 28. März startete im Nationalpark Hohe Tauern ein insgesamt dreijähriger Ausbildungszyklus von Nationalpark Rangern der sechs österreichischen Nationalparks, zunächst das Grundmodul in Matrei in Osttirol und dann im Mai das Aufbaumodul in Mittersill. "Der Ausbildung und Beschäftigung von Nationalparkrangern wurde in den Hohen Tauern immer schon ein hoher Stellenwert beigemessen, weshalb auch die anderen Schutzgebiete gerne ihren Mitarbeiternachwuchs bei uns ausbilden lassen“, freut sich LH-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler. „Die Ausbildung unserer Nationalpark-Ranger ist nicht nur im naturwissenschaftlichen, sondern auch im pädagogisch-didaktischen Bereich auf sehr hohem Niveau". Ausbildungsstätten, Ausbildungsinhalte und Ausbildungsbetriebe für Nationalpark-Ranger unterliegen werden nach ISO 9001 überprüft und zertifiziert. „Unter den aktuell rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind auch 6 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung in Mittersill“, ergänzt NP-Dir. Wolfgang Urban, der auch selbst sowohl im Grund- als auch im Aufbaumodul referiert.

 

Bereits im Strategiepapier 'Nationalparks Austria', welches 2010 seitens Bund und Länder beschlossen wurde, ist die Entwicklung eines Lehrganges 'Österreichischer Nationalpark-Ranger' als Ziel formuliert und seit einigen Jahren als ein wichtiger Baustein der bundesweiten Nationalparkpolitik erfolgreich umgesetzt. Die Nationalpark Direktoren haben dazu gemeinsam einen mittlerweile auch zertifizierten Lehrgang entwickelt, der in zwei bis drei Jahren abgeschlossen werden kann. Das Grundmodul umfasst in insgesamt 136 Lehreinheiten aufgeteilt auf 17 Tage die grundlegenden Inhalte von der Nationalparkidee, den Nationalparknetzwerken, rechtliche Grundlagen über alle naturwissenschaftlich relevanten Fächer bis hin zu Kommunikation, Pädagogik und Didaktik, Notfallmanagement im Gelände, Orientierung, Kartenkunde und Wetter. Dieses Grundmodul findet immer in einem anderen Nationalpark in Österreich statt und fasst alle angehenden Ranger zusammen. Erst danach werden in 120 weiteren Lehreinheiten (15 Tage) des Aufbaumoduls die Inhalte des jeweiligen Schutzgebiets vermittelt.

 

Die Praxismodule in einer der österreichischen Nationalparkverwaltungen werden unterschiedlich gehandhabt. Mindestens 10 Tage Praktikum sind für jene gedacht, welche die Ausbildung ohne eine fixe Anstellung in einem Nationalpark machen wollen. "In unserer Nationalparkverwaltung wird die Einbettung in die praktische Arbeit im Schutzgebiets-Management noch viel stärker als wesentlicher Bestandteil der Ausbildung gesehen", so Urban, „bei uns müssen sich die künftigen Ranger in der Regel zunächst um einen Arbeitsplatz in der Nationalparkverwaltung bewerben und beginnen dann bereits in einem Angestelltenverhältnis zum Nationalpark und von uns bezahlt die Ausbildung.“

Für Rössler ist nicht nur die ISO-Zertifizierung ein entscheidender Vorteil, sondern insbesondere, dass es unter den sechs Österreichischen Nationalparks gelungen ist, einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen: "Auch wenn sich die Nationalparks zwischen Neusiedlersee und den Hohen Tauern naturräumlich stark unterscheiden, neben den naturwissenschaftlichen Kenntnissen ist es gerade das Know-how in Umweltpädagogik und Exkursionsdidaktik, das unsere Ranger von anderen Guides der Tourismus- und Freizeitwirtschaft abhebt".

Foto: Edith Luyten (Niedernsill), Eva Schevers (Piesendorf), Andreas Baldinger (Kaprun), Mariella Voglreiter (Niedernsill), Nationalpark-Direktor Wolfgang Urban, Michael Lagger (Bramberg) und Thorsten Lober (Bruck)

 

Rückfragen:

Dipl.-Ing. Wolfgang Urban MBA

Direktor

 

Nationalparkzentrum, 5730 Mittersill

 

0043(0)6562 40849-22 oder 0043(0)664 8284239

wolfgang.urban@salzburg.gv.at

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