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Ausstellung zu Erstbesteigung des Großvenedigers vor 175 Jahren

05/31/2016 created by Nationalparkverwaltung Salzburg

Rössler: Zusammenarbeit von Heimat- und Regionalmuseen mit der Nationalparkverwaltung immer wieder sehr erfolgreich

Am Samstag den 28. Mai eröffnete Nationalpark-Referentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler im Felberturm Museum in Mittersill die Sonderausstellung "175 Jahre Erstbesteigung des Großvenedigers".

Die Ausstellung – eine Kooperation von Museumsverein und Nationalparkverwaltung – erzählt über die ersten Versuche der Besteigung des mit 3.657 Metern höchsten Bergs Salzburgs in den 1820er Jahren, das Scheitern aufgrund von Lawinenabgängen und anderen Widrigkeiten bis hin zur erfolgreichen Erstbesteigung im Jahr 1841. Die Geschichte des Initiators und Mittersiller Gerichtspflegers Ignaz von Kürsinger darf dabei ebenso wenig fehlen wie jene des "einheimischen Naturburschen" Paul Rohregger, der die Gruppe sicher an- und zum Ziel führte.

Der Großvenediger liegt heute inmitten des Nationalparks Hohe Tauern und so dürfen in einer Ausstellung neben historischen Bildern und der darin enthaltenen Dokumentation der Veränderungen in der Natur, vor allem der Vergletscherung, auch Einblicke in die wilde Naturlandschaft der Venedigergruppe nicht fehlen. Die alpine Erschließung des Gipfels mit Wegen, Steigen und Schutzhütten wurde mit viel Sorgfalt vorangetrieben, sodass sich an der Ursprünglichkeit dieser Hochgebirgslandschaft wenig verändert hat. Auch die alpine Erschließungs-geschichte ist Teil der Sonderausstellung, die bis 26. Oktober im Felberturmmuseum in der Museumsstraße 2 in Mittersill zu sehen ist.

"Neben den interessanten Inhalten der Ausstellung gefällt mir als für den Nationalpark Hohe Tauern verantwortliches Regierungsmitglied aber auch ganz besonders die Zusammenarbeit und Kooperation, die hier zwischen Museumsverein unter Kustos Walter Reifmüller und dem Nationalpark schon viele Jahre besteht", so Rössler. Nicht das erste Mal arbeiten der ehrenamtlich organisierte Museumsverein und Nationalparkverwaltung zusammen. Im Felberturm ist seit 2009 die Nationalpark-Dauerausstellung "Tauernwege" zu sehen, 2013 widmete sich die Sonderausstellung "100 Jahre Nationalparkidee in Salzburg" den ersten Grundankäufen im Felbertal im Jahr 1913 durch den Verein Naturschutzpark und der damit in Gang gesetzten Geschichte des Nationalparks.

Aber auch in anderen Gemeinden gibt es herausragende Kooperation mit den örtlichen Museumsvereinen. "Die Nationalparkverwaltung hat sich in den vergangenen Jahren sicher viel Know-how erarbeitet, was die Konzeption von Themenausstellungen betrifft und hat auch viele Möglichkeiten der Finanzierung über EU-Programme und den Salzburger Nationalparkfonds. Im Betrieb kleiner und mittlerer Ausstellungen, welcher viel Flexibilität und persönliches Engagement erfordert, sind dagegen die 'Ehrenamtlichen' unschlagbar", ist Rössler überzeugt. Die Nationalpark-Ausstellung "Smaragde und Kristalle" im Heimatmuseum in Bramberg oder die Nationalpark-Ausstellung "Zwischen Himmel und Erde" im Talmuseum in Hüttschlag sind solche Beispiele gelungener und erfolgreicher Zusammenarbeit.

Bis Ende Oktober haben – neben dem ganzjährig geöffneten Nationalparkzentrum in Mittersill – übrigens wieder alle zehn über die gesamte Nationalparkregion verteilten Themenausstellungen des Nationalparks geöffnet. Und natürlich wurden auch wieder die zehn Lehr- und Themenwege in den Nationalparktälern wieder ausgewintert. Rössler weiß um die touristische Bedeutung dieser Nationalpark Infrastruktur, möchte aber ganz besonders auch die Salzburgerinnen und Salzburger einladen, ihren Nationalpark näher kennen und noch mehr schätzen zu lernen.

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